Wie lagert man den Apfel richtig?

  • Die Äpfel sollten frostfrei aber an einen möglichst kühlen Ort (optimal sind ein bis drei Grad Celsius) aufbewahrt werden.
  • Beim Lagern sollen Sie möglichst weich und ohne Kontakt zum Nachbarn gebettet werden, zum Beispiel auf ein paar Lagen Zeitungspapier. Dabei kommt der Stiel nach unten, der vertrocknete Blütenansatz nach oben.
  • Denken Sie daran die Äpfel regelmäßig (etwa einmal pro Woche) zu kontrollieren. Schadhafte sollten Sie sofort aussortieren, damit die Nachbarn nicht angesteckt werden.
  • Grundsätzlich lassen sich Äpfel sehr lange lagern, manche Sorten sogar bis in den Spätwinter hinein. Am besten sind sie in kühlen Kellerräumen oder im Kühlschrank aufgehoben. Zum Einfrieren sind rohe Äpfel nicht geeignet, aber zu Mus oder Kompott verarbeitet können sie gut 8-12 Monate im Tiefkühler bleiben.

Worauf soll man beim Einkaufen achten?

Beachten Sie beim Kauf folgende Tipps: Äpfel sollten prall und glatt sein, die Haut ohne Dellen. Das deutet auf Frische und gute Lagerung hin. Ein weiteres Indiz für qualitativ hochwertige Äpfel ist der Blütenansatz: Ist dieser eingesunken, dann wurde der Apfel reif geerntet. Außerdem dürfen sie ruhig am Apfel schnuppern. Duftet er nach Apfel, dann schmeckt er auch danach. Die Farbe des Apfels gibt uns kaum Auskunft über die Reife des Apfels: Manche Sorten, wie Granny Smith, bleiben auch bei optimaler Reife grasgrün.

Soll man den Apfel waschen oder schälen?

Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen in den Schalen von Äpfeln ist bis zu sieben Mal höher als im Fruchtfleisch. Daher sollten die Früchte möglichst ungeschält verzehrt werden. Zuvor sollten Sie sie jedoch gründlich unter lauwarmem Wasser waschen. Nach dem waschen können die Äpfel noch mit einem Küchenkrepp abgetrocknet werden.

Wieviele Apfelsorten gibt es?

Über 20.000 Apfelsorten sind weltweit bekannt, nur ein Bruchteil davon wird bei uns kultiviert. Selbst im gut sortierten Supermarkt sind nur sechs bis sieben Sorten zu finden. Die Anforderungen des Handels beschränken die verfügbaren Apfelsorten, die angeboten werden. Wir versuchen, Sorten zu finden, die den Bedürfnissen unserer Produzenten, des Handels und der Endkosumenten am besten entgegenkommen.

Wie entstehen Apfelsorten?

Apfelsorten entstehen durch Zufall, Selektion oder gezielte Kreuzungen von Sorten. Eine gentechnisch beeinflusste Sortenentwicklung leht die Vinschgauer Obstwirtschaft entschieden ab. Jeder Apfelbaum passt sich den Boden- und Klimabedingungen seines Standortes optimal an, um das Beste für sich herauszuholen.

Was ist ein Apfelteiler?

Nachdem der Apfel gewaschen ist legen Sie ihn auf eine unempfindliche Oberfläche, wie beispielsweise ein Schneidebrett. Legen Sie dann den Apfelteiler (wir empfehlen den Apfelteiler Westmark Divisorex) möglichst waagrecht auf den Apfel und achten Sie darauf, dass das Kerngehäuse sich in der Mitte befindet. Drücken Sie dann den Apfelteiler nach unten. Wenn Sie den Apfelteiler einmal durch den Apfel gedrückt haben, können Sie die einzelnen Stücke entnehmen. Der Apfelteiler ist wie ein mehrschneidiges Messer und daher mit Vorsicht einzusetzen!

Warum sind Äpfel so gesund?

Der Apfel steht beispielhaft für eine sehr vollwertige Frucht. Er enthält reichlich Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Natrium. Zudem ein breites Spektrum an Vitaminen: Folsäure, Vitamin C und E sowie B-Vitamine. Außerdem stecken in Äpfeln, wie in jedem Obst und Gemüse, sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Substanzen wirken antioxidativ und helfen dem Körper bei der Entgiftung. Es gibt auch Hinweise darauf, dass diese Inhaltsstoffe vor Krebs schützen können. Nicht zu vergessen, sind es die Ballaststoffe, welche die Verdauung anregen.

Was macht den Geschmack aus?

Der Geschmack hängt vom Zucker-Säure-Verhältnis im Apfel ab. Das heißt jedoch nicht, dass ein süßer Apfel automatisch mehr Zucker enthält. Der Zuckergehalt ist in den meisten Äpfeln recht ähnlich, aber ein sauer schmeckender Apfel hat einen höheren Säuregehalt. Mit der Lagerung nimmt der Säuregehalt jedoch ab, der Apfel wird dann süßer und das Fruchtfleisch kann mehliger werden.

Warum sind Äpfel an manchen Stellen rot, und an anderen grün?

Das hängt davon ab, wo der Apfel im Baum heranreift. Hängt die Frucht an der Sonnenseite des Baums, wird sie röter. Befindet sich der Apfel im Inneren oder an der Nordseite des Baums, bleibt er grünlicher. Die Sonne hat also einen großen Einfluss auf die Farbe des Apfels. Aber auch der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht beeinflusst die Färbung, das ist der Grund warum unsere Äpfel intensivere Farbe aufweisen als Äpfel aus anderen Gebieten.

Was unterscheidet einen Vinschgauer Apfel von Äpfelnanderer Anbaugebiete?

Farbe, Aroma, Geschmack und Knackigkeit werden durch die einzigartigen Klima- und Bodenbedingungen geprägt. Der Vinschgau wird diesbezüglich verwöhnt mit mehr als 300 Sonnentagen und ca. 2.000 Sonnenstunden im Jahr. Die ausgeprägten Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht fördern die Bildung von Fruchtzucker und der ansprechenden roten Fruchtfarbe. Das merkt man schon sofort beim Reinbeißen.

Was bedeutet g.g.A.?

Seit Juni 2005 dürfen sich elf der in Südtirol angebauten Apfelsorten mit dem EU-Gütesiegel “Südtiroler Apfel g.g.A.” auszeichnen. Die geschützte geografische Angabe (g.g.A.) ist ein Qualitätszertifikat der Europäischen Union und garantiert den Zusammenhang zwischen der Herkunft der Äpfel und deren Qualität. Die Rückbeziehung der einzigartigen Produkteigenschaften auf das Typische der Herstellungsregion muss dabei evident sein. Vinschgauer Äpfel sind solche regionalen Spezialitäten: produziert nach streng lokalen Traditionen, in einem Mikroklima, das man anderswo nicht findet.
Im Vinschgau reift der beste Teil der Südtiroler Ernte – langsam, in rauer Gebirgsluft, mit besonders viel Zucker und Farbe. Die EU-Schutzmarke ist verdienter Lohn für die jahrzehntelangen Bemühungen der Vinschgauer Bauern und Zeugnis dafür, dass die besonders knackigen Äpfel weltweit wirklich einmalig sind.

Woran kann ich einen Vinschgauer Apfel erkennen?

Um sicher zu sein, dass es sich um Äpfel aus dem Vinschgau handelt, achten Sie beim Einkauf bitte auf den Aufkleber mit unserer Marke “Vinschgau” oder “Bio Vinschgau”. Auf diese Weise gehen Sie sicher, dass die Äpfel aus unserem Anbaugebiet stammen. Der Aufkleber ist Herkunfts- und Qualitätsgarantie.

Wie werden Äpfel in den Obstgenossenschaften gelagert?

Unsere Äpfel werden unter Verwendung der modernsten Lagertechnologien aufbewahrt. Dabei spielen 4 Parameter eine wesentliche Rolle: Die Raumtemperatur, die Luftfeutigkeit, der Sauerstoff- und der Kohlendioxydgehalt. Die Temperatur im Kühllager wird auf rund 1 – 2° Celsius gesenkt. Die Luftfeuchtigkeit beträgt über 95%. Der Sauerstoffanteil wird auf 0,5 – 1,5% reduziert und der Gehalt an Kohlendioxyd auf 1 – 2% beschränkt. Auf diese Weise lassen sich unsere Äpfel bis zu 12 Monate lagern. Der Apfel fällt in eine Art Winterschlaf und lagert sehr lange frisch wie baumgepflückt. Ohne zusätzliche chemische Wirkstoffe!

Was bestimmt die Größe der Äpfel?

Auf einem Baum wachsen Früchte, die sehr unterschiedlich in Qualität, Farbe und Größe sind. Mit der Sortierung werden die Äpfel nach bestimmten Merkmalen selektiert und in homogenen Gruppen zusammengefasst. Dadurch sind die Äpfel in einer Verpackung sehr einheitlich. Es gibt also nicht einen typische großen oder einen typisch kleinen Apfel, auch wenn einige Sorten eher zu größeren oder kleineren Früchten neigen.

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